Nützliches Rollstuhlzubehör
Es gibt Unmengen an nützlichem Zubehör für Rollstühle. Es gibt jedoch auch Unmengen an
(meiner Meinung nach) unnützem Krempel, den echt niemand braucht.
Ich zähle hier einmal auf, was ich positiv finde und was mir das Leben erleichtert.
Verschiedene Rollstuhlhandschuhe
Viele kaufen erst einmal Fahrradhandschuhe beim ersten Rollstuhl.
Ich damals auch.
Das macht auch in zwei Punkten Sinn:
- Man hat schön gepolsterte Handballen da die Handschuhe dort Verstärkungen haben.
- Die Finger sind frei und tastempfindlich.
Und jetzt kommt das große Aber:
Du wirst wahrscheinlich Probleme an den Daumen bekommen vom Antreiben deines Rollstuhls. Das ,amuelle Anschieben ist anfangs richtig ungewohnt für die Haut und sie reagiert wie in neuen Schuhen: Mit deftigen Blasen. Und diese Blasen waren IMMER genau da, wo der Fahrradhandschuh am Daumen aufhörte und der Daumen herausschaute. Die Ausgabe hätte ich mir also auch sparen können.
Spezielle Handschuhe für Rollstuhlfahrer
Besser sind da extra Handschuhe für Rollstuhlfahrer (Siehe Bilder). Die sind robust, an der Handinnenfläche gepolstert und der Daumen ist zu. Nur die 4 restlichen Finger sind frei. Gibt es in verschiedenen Preisklassen und von verschiedenen Herstellern. Ich schaue immer Online danach. Mir helfen diese Handschuhe sehr, da ich mit der Hand (Handballen und Fingern) zugreifen kann beim Anschieben.
Reflektoren
Reflektoren an den Rädern sind toll! Sie machen dich sichtbarer wenn es dunkel ist. Für Rollstuhlräder, genau wie für Fahrräder, gibt es unterschiedliche Modelle. Einmal gibt es die klassischen, orangefarbenen Katzenaugen und dann gibt es diese silberfarbenen Stifte, die auf die Speichen gesteckt werden. Die habe ich dran. Zu bekommen entweder im Fahrradladen, Internet oder während der Fahrradwoche im Discounter um die Ecke.
Polster am Vorderrohr
(cool & teuer)
Im Sommer schwitzt man dran und es ist glitschig. Im Winter ist es eiskalt. Steinhart beim Bein daran Legen ist es 365 Tage im Jahr.
Meine Damen und Herren: Gestatten, das Vorderrohr.
Abhilfe schafft da ein Polster. Es schützt nicht nur die Beine. Auch der Rolli ansich ist gegen Kratzer beim Verladen geschützt. Die Polster gibt es in verschiedenen Designs im Internet.
Ich kaufe meine Polster immer in England bei PYC-PimpYourChair (Unbezahlte und unbeauftragte Werbung. Ich bekomme nichts wenn dort jemand etwas kauft!)
Der Preis ist... wie er eben ist.
Polster am Vorderrohr (cool & günstig)
Günstiger und fast ebenso gut sind, tataa: Polster für Autosicherheitsgurte.
1) Die günstigen Sicherheitsgurtschoner. Gibt es in verschiedenen Farben und mit Logos der Lieblingsautomarke.
Pro & Contra:
+ Sie machen ihren Job.
+ Preis ist günstig.
+ Auswahl groß.
- Relativ dünn.
- Nicht sehr lang.
- Für dicke Rollirohre nicht geeignet.
Was zum Anketten
Es passiert, dass man seinen Rollstuhl mal unbeaufsichtigt stehen lassen muss. Sei es nun im Schwimmbad vor der Umkleide, bevor man in den badeigenen Stuhl umsteigt oder im Freizeitpark.
Ich habe Vertrauen in die Menschheit, gehe jedoch gerne auf Nummer sicher und möchte nicht der Krankenkasse erklären müssen, warum mein Rolli geklaut wurde. Deswegen kette ich ihn an bzw kette die Räder an den Rahmen.
Dazu erwarb ich diese Spiralkabel mit Karabiner, welcher ein Zahlenschloss eingebaut hat. Laut Hersteller sind diese Kabel mit einer gehobenen Sicherheitsstufe ausgestattet und man würde zum gewaltsamen Öffnen schon einige Zeit und durchaus gutes Werkzeug benötigen.
Wiegen tut ein Kabel mit Karabiner 126g und das Kabel lässt sich ohne Mühe auf 120cm Länge ziehen. Pro Kabel mit Karabiner ca. 20 Euro im großen Onlineshop mit "A".
Greifreifenüberzüge aus Silikon
Meine relativ großen Hände wurden nie so richtig gut Freund mit den dünnen Greifreifen.
Das Tolle: Es gibt Greifreifenüberzüge zum an den Greifreifen Drüberziehen. Die drückste einfach drauf und das war es. Passt perfekt.
Die Überzüge gibt es geriffelt und glatt (mein klarer Favorit!) in dezentem schwarz und poppig bunt.
Es gibt neben vielen Vorteilen auch einen (!) Nachteil der Dinger: Wenn wegen starkem Regen oder beim Durchrauschen durch Pfützen Wasser zwischen Greifreifen und Überzug kommt, wird es hakelig: Dann lößt sich der ansonsten perfekte Grip zwischen den beiden Komponenten innerhalb von Sekunden in Wohlgefallen auf.
Im Extremfall drehst du dann auch mal den Überzug über den Greifreifen oder er rutscht gar ab.
Geht es im stärkeren Regen bergab und du bremst, KANN es passieren, dass der Greifreifen mit Rad unter dem Überzug lustig weiter drehen und du stetig Fahrt aufnimmst. Dann hilft nur noch voller Körpereinsatz:
Gib, was deine Arme hergeben und drücke den Greifreifen zusammen bis du wieder Grip hast. Keine Sorge, das machst du von ganz alleine.
Ist mir in jetzt +-15 Jahren vielleicht 5x passiert. Also auf die Tage gesehen echt zu vernachlässigen.
KANN aber mal passieren. Keine Panik!
Zubehör für Mensch UND Maschine
Eine Tasche mit Erste Hilfe Artikel kann nie schaden. Man muss ja nicht zwingend selbst im Gebüsch landen. Andere freuen sich auch über Hilfe!
Bei Ausflügen begleitet mich diese Tasche stets im Rucksack:
- Kleine Handluftpumpe. Erreicht in hundert Jahren keine geforderten 6, 7 oder 8 Bar Reifendruck. Aber besser mit 2 Bar unterwegs als mit einem Platten.
- Reifenflickzeug aus dem Fahrradzubehör inklusive Reifenheber und Ersatzschlauch.
- Mülltüte für das Sitzkissen wenn es anfängt zu regnen.
- Verbandsmaterial: Pflaster und Mullbinde, Einmalhandschuhe.
- Einen Satz Schmerzmittel und Anti-Allergiepillen.
- Eine Ersatzschraube / Achse für die kleinen Vorderräder.
- Die Tasche gibt es beim chinesischen Versandhändler deines Vertrauens für gar nicht mal so viel Geld.
Luftpumpe und Kompressor
Luftgefüllte Hinterreifen sind toll! Sie federn beim Rollen und haben richtig aufgepumpt wenig Rollwiderstand.
Die meisten modernen Mäntel schützen den empfindlichen Schlauch mit einer Schutzeinlage gegen das Durchbohren von spitzen Gegenständen.
Doch es kann trotzdem immer mal passieren dass dem Schlauch die Luft ausgeht.
Entweder durch normalen Luftverlust oder beim spontanen Loch durch einen Nagel im Reifen. Dann empfehle ich neben dem bereits erwähnten Flickzeug entweder eine kleine Standpumpe (aus dem Fahrradzubehör) im Auto dabei zu haben oder einen akkubetriebenen Kompressor.
Mein Kompressor ist leicht, klein und schafft meine gewünschten 6 Bar Luftdruck ohne mit der Wimper zu zucken.
Hast du eine Idee oder einen Tipp, was in meiner Liste definitiv noch fehlt? Lass es mich gerne wissen!
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